In der Regel…

Kleine Anekdote aus meiner Ausbildung:

Ein Ausbildungsbestandteil ist Gynäkologie, Geburtshilfe und Wochenbett, weswegen man auch, mehr oder weniger lang, auf einer gynäkologischen Station eingesetzt wird. Auch wenn man als Mann dort nie arbeiten wird.

Wie in allen operativen Bereichen gehört die Blutungskontrolle auch in der Gyn zu den Standardaufgaben einer Pflegekraft. Die Blutungsstärke wird, fachbedingt, eingeteilt in (über-/unter-)periodenstark. Es klingelte eine Patientin, ich ging hin um nach ihr zu schauen. Ihr Problem war die Sorge über die Stärke der Nachblutung.

Ich konnte das ganze nicht suffizient beurteilen, da noch relativ frisch in der Ausbildung und erst seit wenigen Tagen im Bereich. Ging also zur examinierten Kollegin um sie um Hilfe zu bitten. Was war wohl deren erste Frage? Genau: ist die Blutung überperiodenstark.

Meine verwirrte Rückfrage: woher soll ich das wissen? Ich hab keine Periode.

Fand sie einleuchtend und ist dann selbst gucken gegangen. Ab diesem Zeitpunkt hab ich die Patientinnen immer gefragt, wie sie die Blutung einstufen würden, bevor ich mich da verschätze.

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2 Gedanken zu „In der Regel…

  1. Wobei das doch sowieso von der jeweiligen Patientin selbst beurteilt werden müsste, oder? Es haben ja nicht alle Frauen gleich stark ihre Funky Days.

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