Themenmonat Studium Teil 1

Änschie von Annes Praktisches Jahr hat zum Themenmonat Studium geladen. Diese Woche: Wie kam ich zum Studium und welche Vorstellung gabs dazu?

Medizin studieren wollte ich schon immer. Nachweislich wollte ich schon im Kindergarten Arzt werden, lediglich die Fachrichtung hat in der Zeit hin und her gewechselt. „Schuld“ ist mein damaliger Kinderarzt. Der war toll und ich wollte das machen, was er macht. Dementsprechend wollte ich zuerst Kinderarzt werden. Später dann Hausarzt, seit der Mittelstufe ist es stabil Anästhesie und Notfallmedizin, die mich begeistern. Mein Abi hat nicht für einen direkten Einstieg gereicht, deswegen gabs einen kleinen Umweg über den Rettungsdienst und die Krankenpflege und ein paar Dienstjahre in der Klinik, bevor ich 2015 endlich loslegen konnte.
Meine Vorstellung vom Studium war inhaltlich relativ konkret. Man beschäftigt sich ja zwangsweise mit dem präferierten Studium und bekommt es von den ärztlichen Kollegen in der Klinik ja auch mit, welche Fächer in der Uni gelehrt werden. Dass die Vorklinik hauptsächlich aus Naturwissenschaften besteht und relativ trocken-langweilig für mich wird, war mir klar. Wovon man sich aber keine Vorstellung macht ist der wahnsinnige Umfang mancher Fächer und die wenige Zeit. Der Druck ist enorm, der Stress nicht unerheblich. Das merke ich vor allem im aktuellen Semester, man sieht kein Ende, das demotiviert. Mein Problem ist stellenweise auch das Alter. Ich merke, dass es den jüngeren Kommilitonen wesentlich leichter fällt den Stoff zu bewältigen. Den anderen „alten“ gehts da ähnlich wie mir.
Klar, jeder „weiß“ das Medizin schwer und viel ist. Aber ich konnte es mir tatsächlich nicht vorstellen, dass es so extrem ist. Wenn ich mich bei meinen Kommilitonen umgucke, ist bei den meisten auch die Frohlichkeit der ersten Semester einer relativ deprimierten Haltung gewichen und einige laufen wie Zombies über die Flure.

Das soll jetzt keinen davon abhalten Medizin zu studieren, im Gegenteil. Es macht an sich durchaus Spaß, aber die Durststrecken sind enorm und die Profs nehmen keinerlei Rücksicht auf irgendwas oder irgendwem. Das muss einem bewusst sein.

 

Andere Ansichten zum Thema gibts hier:

Änschie
Hermione
Abgebrochener Bleistift
Schreibfischchen
LunaUmbra
Lächeln und Nicken
Janine

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6 Gedanken zu „Themenmonat Studium Teil 1

  1. Änschie sagt:

    Wow. Auch so früh entschieden zum Arzt werden und auch ist der Kinderarzt (mit) schuld. Pädiater scheinen doch Einfluss auf die Geister von Morgen zu haben 🙂

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  2. Lehrercafe sagt:

    Hallo Pflägermeister (super Name😊), wir sind durch Änschies Themenblog bei dir gelandet und bleiben auch gleich mal hier. Dein Werdegang ist so typisch für viele Mediziner. Die Abinoten reichen bei vielen kaum fürs Dirwktstudium. Allerdings finde ich die Vorausbildungen gar nicht so schlecht. Der Horizont erweitert sich so doch sehr. Und Durststrecken gibt es in jedem Studiengang, glaub mir. Freuen uns auf die Fortsetzung, LG Ela☕

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  3. Rose sagt:

    Hast Du wirklich schon 2015 angefangen mit dem Studium? Wie die Zeit vergeht. Bin jetzt doch leicht geschockt.

    Die eine Teilhaberin der Physiotherapie Praxis, in der ich als Patientin bin, studiert auch schon seit einiger Zeit Medizin (ihr Vater ist Arzt, ich weiß aber nicht, ob das mit ein Ausschlag war). Wie alt sie genau ist, weiß ich nicht. Dürfte aber gut in den 30ern sein. Ich sehe sie in der Praxis kaum noch.

    Ich drücke Dir weiterhin die Daumen für alle Klausuren, Prüfungen und was sonst noch ansteht.

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