Medimeisterschaften Heidelberg

Den Anfang dieses Jahr machen die Heidelberger aus dem Strebergarten.

 

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Es ist Sommer

Zumindest dem Semester nach. Und Sommer heißt: Medimeisterschaften. Genau wie letztes Jahr werde ich hier wieder alle Videos der teilnehmenden Unis veröffentlichen.

 

Was sind die Medimeisterschaften?
Seit 2002 gibt es ein Fußballturnier der Medizinfakultäten, das sich über die Jahre zu einem großen Event entwickelt hat. Inzwischen nehmen auch Unis aus den Nachbarländern an der Veranstaltung auf dem Flugplatz Obermehler in Thüringen teil, zuletzt waren es über 17000 Leute aus fünf Ländern. Dazu gehört, dass jede Uni sich ein Motto überlegt, unter dem sie auf dem Turnier auflaufen und entsprechende Kostüme, Motivwagen und einen Song produzieren um die eigene Mannschaft zu unterstützen und auch die eigene Stadt zu repräsentieren.
Neben dem Fußballturnier finden auch noch andere Sportwettbewerbe statt und natürlich gibts parallel auch noch Party.

 

 

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Geht doch

Als hätte jemand meinen Rant über das mangelhafte Niveau des Einführungsseminars gelesen. Heute waren die Inhalte durchaus etwas tiefgehender, aber immer noch nichts, was man nicht auch schon kennt, wenn man aus der Pflege kommt, was ich einfach schade finde. Ich möchte nicht einfach nur Untersuchungsmethoden runtergerattert bekommen, ich mochte auch alles drumherum wissen. Das, was uns hier präsentiert wird könnte ich im Zweifel auch einfach durchlesen und hätte den gleichen Lerneffekt. Ich hoffe, dass der Praxistag uns da etwas weiter bringt, denn die Vorlesung wird es nicht schaffen. Dafür sind insgesamt einfach zu wenige Termine angesetzt.

Ich bleibe dabei: da hätte man für Studenten mit pflegerischem Hintergrund den Schein direkt ausstellen sollen und außerdem hätte der Kram ins erste Semester gehört, zumindest anteilig, sodass die Kommilitonen, die noch ins Pflegepraktikum müssen, etwas an die Hand gegeben bekommen und nicht völlig ahnungslos auf die Station laufen.

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Was macht man eigentlich in…?

EINFÜHRUNG IN DIE KLINISCHE MEDIZIN

Klang für mich interessanter als es eigentlich ist. Angesetzt im letzten vorklinischen Semester soll es die Studenten auf die Arbeit in der Klinik vorbereiten und grundlegende Maßnahmen vermitteln. Dazu gibt es mehrere Vorlesungen die die Theorie hinter Blutdruckmessung, Puls auszählen, Patientengespräch und anderen Basics der Anamnese präsentieren und am Ende noch einen Praxistag an dem alle Maßnahmen geübt werden. 

Die Idee ist top, schließlich wäre es blöd völlig unwissend in die ersten Famulaturen zu gehen. Sinnvoller wäre es aber gewesen das schon früher zu machen, damit man nicht ohne Ahnung in das Pflegepraktikum geht, denn das haben ja bis zum vierten Semester ohnehin alle schon hinter sich. Und für den nicht kleinen Anteil Pflegekräfte und Rettungsdienstler im Studium ist das alles ein alter Hut und man sitzt völlig gelangweilt da drin. 

Schade, denn das hätte wirklich interessant werden können. Oder man hätte die, die aus der Praxis kommen von der Veranstaltung entheben und den Schein direkt ausstellen können. Aber das ist ja ein bekanntes Problem im Studium. Während die Zahnmediziner, die mit Latinum aus der Schule kommen den Schein für Terminologie automatisch bekommen, müssen wir das Fach trotzdem besuchen. 

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Déjà-vu

Erster Termin der Veranstaltung heute. 21 Studenten sind da, das Gebäude ist da, die Motivation auch, einigermaßen zumindest. Nur einer fehlt. Der Prof. Normalerweise ist es simpel. Einer geht irgendwann zur Sekretärin des Fachbereichs oder der Vorklinik und meldet das Problem, die Sekretärin ruft den Dozenten an und löst das Problem.
Heute war das nicht drin. Die Wahlpflichtfächer haben keinen zugeordneten Fachbereich und die Sekretärin der Vorklinik ist im Urlaub. Also unverrichteter Dinge wieder nach Hause. Großes Kino.

Ich frage mich allerdings, warum die Sekretärin im Semester im Urlaub ist. Die vorlesungsfreie Zeit ist eigentlich lang genug.

 

 

Warum Déjà-vu? Gabs schonmal. Im zweiten Semester. Da hatte der Prof es einfach vergessen.

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Was gibt’s Neues?

Kurz vor Semesterstart das Update:

Die Semesterferien hab ich im Wesentlichen zum Nichtstun genutzt. Das dritte Semester war wirklich übel und gegen Ende war ich echt froh, dass es rum ist. Was auch der Grund dafür ist, dass ich eher wenig aktiv war hier.

Bei uns beinhaltet Semester Nummer drei Anatomie und Physiologie, im Prinzip die beiden einzigen Fächer der Vorklinik, die man in irgend einer Form auch später noch braucht.
Physio ist echt hart und gilt bei uns als Siebfach. Es kann mir zwar keiner erklären, warum man im Medizinstudium nochmal sieben muss, denn im Prinzip sind wir ja schon über die Abinote bzw. die Wartezeit  aussortiert worden und es gibt auch genügend Plätze in der Klinik bei uns. Trotzdem geben sich die Physiologen große Mühe möglichst harte Klausuren zu stellen und die Durchfallquoten gehen durch die Decke. Ich weiß von Kommilitonen aus höheren Semestern, dass das auch früher schon so war. Einmal war wohl auch eine Klausur extrem gut ausgefallen was in einer Schimpftirade des Klausurstellenden endete, in der die Studenten beschimpft wurden, dass man schon noch herausfinden würde, wie sie alle betrogen hätten, weil es ohne Betrug schlicht nicht sein könne, dass über 90% eine Klausur bestehen.
Bei uns ist keine so gut ausgefallen. Die beste der drei Klausuren war um die 60% Bestehensquote. Zum Glück hab ich alles problemlos bestanden.

Ganz anders die Anatomen. Die gelten insgesamt als fair und gut machbar, wenn man den Kram lernt. Die Klausur am Semesterende war auch wirklich fair, zwar nicht leicht, aber gut machbar.
Schlimmer waren die mündlichen Testate während des Präparierkurses. Da regiert teilweise die Willkür. Einige, wenige, Professores haben Spaß daran die Studenten platt zu machen. Was aber scheinbar niemanden weiter stört, wenn bei dem einen alle immer bestehen und bei anderen konsequent 60-70% nicht durch kommen.
Getroffen hat es mich hier leider auch mit der Konsequenz, dass ich eine weitere Kerbe in meinem Nachprüfungsholz machen kann.
Leider ist die Nachprüfung erst im nächsten Wintersemester drin, sodass sich mein Studium insgesamt um zwei Semester verlängert.

Mittlerweile hab ich mich damit abgefunden, lieber mach ich ein Jahr mehr – machen eh einige – als dass ich irgendwo alles versemmel und das Studium vorbei ist.

 

Naja, gucken wir frohen Mutes in die Zukunft. Dieses Semester, dass eigentlich mein letztes vor dem Physikum sein könnte, bringt nochmal Physiologie, Psychologie, EKM, also eine Einführung in die klinische Medizin in Vorbereitung auf den klinischen Studienabschnitt, das Wahlfach Vorklinik und die Nachklausur in Histologie.

Theoretisch gäbe es im vierten Semester noch Anatomie und Biochemie, was ich allerdings wegen fehlender Scheine nicht besuchen kann.
Kommt dann im Winter bzw. im nächsten Sommer und dann wirds hoffentlich das letzte Semester in der Vorklinik. Auf die Klinik freue ich mich sehr, die sehr theoretische Vorklinik (fast) ohne klinischen Bezug liegt mir nicht wirklich.

 

Insgesamt, trotz aller Rückschläge, macht mir das Studium immer noch Spaß und ich weiß, dass es das richtige Fach für mich ist.

Was gibt es sonst noch? Meine zwei Nebenjobs laufen ganz gut und mit beiden Chefs sind Arbeitszeiten vereinbart worden, die sich noch besser mit dem Studium vereinbaren lassen, sodass ich inzwischen außerhalb der Semesterferien nicht mehr jobben muss und dennoch Geld bekomme, was es für mich deutlich angenehmer macht.
Außerdem hab ich es geschafft aus dem Studentenwohnheim raus zu ziehen in eine „richtige“ Wohnung. Nicht, weil ich per se etwas gegen Studentenwohnheime habe, aber es war auf Dauer einfach zu laut und zu stressig mit den Pappenheimern um mich rum. Ich weiß bei einigen dort nicht, wie sie das mit dem Studieren machen, wenn sie jeden verdammten Tag am Feiern sind. Dazu kommt noch, dass ich hier für 150€ mehr als im Wohnheim eine richtige Wohnung habe mit mehr als der doppelten Fläche in einer ruhigen Vorstadt.

Alles in Allem läuft es gut und ich kann mich nicht beschweren. Kleinere Rückschläge gibt es immer.

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Themenmonat Studium Teil 4

Änschie von Annes Praktisches Jahr hat zum Themenmonat Studium geladen. Diese Woche: Was stellt ihr euch später fürs Berufsleben vor?

Ich hatte ja schon in der ersten Woche geschrieben, dass ich in die Anästhesie will. Da gibt es ja diverse Möglichkeiten, wie man sein Berufsleben gestalten kann.
Mein persönlicher Wunsch wäre die Facharztausbildung in einer Uniklinik oder einem Maximalversorger zu machen, einfach, weil man da am meisten lernen kann und normalerweise relativ schnell auf eigenen Beinen stehen muss, was einen auch zum schneller lernen zwingt. Die üblichen Zusatzbezeichnungen für Anästhesisten (spezielle Intensivmedizin, spezielle Schmerztherapie und Notfallmedizin) will ich auch in jedem Fall erreichen. Für die Zeit nach der Facharztprüfung wäre eine Oberarztstelle schön und ich würde gerne auf einem Rettungshubschrauber arbeiten können, was die möglichen Arbeitsplätze arg einschränkt. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
Auch wenn ich mir alle Türen offenhalten möchte, sehe ich mich nicht in der Intensiv- oder Schmerzmedizin, sondern eher im OP und der Notfallmedizin. Für das Ende meines Berufslebens könnte ich mir aber durchaus vorstellen Schmerztherapeut zu werden, wenn ich nicht mehr in der Lage bin den Schichtdienst im Rettungsdienst bzw. die unsteten Arbeitszeiten und Bereitschaftsdienste in der Anästhesie zu stemmen.

Als Gedankenspiel existiert auch noch die Option Allgemeinmedizin als zweiten Facharzt zu machen und sich irgendwann in einer kleinen Praxis abzusetzen, wenn ich keine Lust mehr auf den Stress im OP hab.

 

 

Andere Ansichten zum Thema gibts hier:

Änschie
Hermione
Abgebrochener Bleistift 
Schreibfischchen
LunaUmbra
Lächeln und Nicken 
Janine

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Themenmonat Studium Teil 3

Änschie von Annes Praktisches Jahr hat zum Themenmonat Studium geladen. Diese Woche:  Woher nimmt man die Motivation fürs Lernen, fürs Weitermachen, den Haushalt und so weiter?

Manchmal wirklich ein schwieriger Punkt. Vor Allem, wenn das Lernen endlos scheint und man den Stoff einfach nicht durch bekommt. Meine Motivation kommt letztlich aus dem Ziel am Ende das Studium zu schaffen. Im Alltag denkt man aber von Klausur zu Klausur und zieht die Motivation aus jeder bestandenen Arbeit. Nicht bestandene Fächer demotivieren natürlich maßlos, mich zumindest, hauptsächlich deshalb, weil man sich nochmal mit dem Kram befassen muss und es Zeit kostet. Davon hat man ohnehin nicht viel und bei den meisten vorklinischen Fächern ist die praktische Relevanz fürs weitere Studium und das Leben danach eher gering, sodass man in der Regel froh ist, wenn man den Schein hat und die Sachen ad acta legen kann.
Für den Haushalt kommts halt immer drauf an worauf man Wert legt. Ich kann auch mal ein paar Tage nichts in der Bude machen, ohne dass ich die Krise bekomme. Das ist ganz gut so, sonst würde noch mehr Lernzeit verloren gehen. Das einzige, was ich konsequent jeden Tag daheim machen muss ist meinen Kater zu versorgen. Das würde aber wohl auch keiner schleifen lassen, oder? Außerdem fordert der Fellball meine Aufmerksamkeit ohnehin ein, vergessen kann ich das nicht.
Und der Rest? Nun ja, für meine Jobs bin ich eigentlich automatisch motiviert, einfach, weils was anderes ist als Uni. Für meinen Verein ebenfalls, das entspannt mich eher, auch wenn ich mal stark eingespannt bin.

Ich denke aber, dass gerade irgend eine Freizeitaktivität, bei aller Notwendigkeit sich ums Studium zu kümmern, lebenswichtig ist, um etwas Abstand zu gewinnen. Ich kann es jedem Studenten nur anraten sich irgend einen Ausgleich zu suchen, sonst dreht man irgendwann völlig am Rad.

 

Andere Ansichten zum Thema gibts hier:

Änschie
Hermione
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Lächeln und Nicken 
Janine

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Themenmonat Studium Teil 2

Änschie von Annes Praktisches Jahr hat zum Themenmonat Studium geladen. Diese Woche: Wurden die Ansprüche ans Studium bisher erfüllt oder wurde man enttäuscht?

Teils, teils, würde ich sagen. Im Großen und Ganzen sind meine Ansprüche sicherlich erfüllt worden. Ich bekomme die Fächer geboten, die ich brauche um das zu werden, was ich möchte: Arzt. Auf der anderen Seite könnte man manchmal etwas mehr Bezug zum eigentlichen Studienziel erwarten. Wir bekommen Dinge beigebracht, bei denen teilweise nicht mal die Praktikumsassistenten wissen, was das soll bzw. offen zugeben, dass es für Mediziner irrelvant ist. Außerdem merkt man an einigen Stellen deutlich wie unterfinanziert Universitäten sind. Arbeitsplätze für die Studenten: Fehlanzeige. Eigene Bibliothek: Fehlanzeige. Eigener PC-Pool: Fehlanzeige. Andere Studiengänge hier haben das – obwohl wir der größte sind – also sucht man sich zwangsweise dort ein Plätzchen, was oftmals mit bösen Blicken oder verbalen Attacken quittiert wird, weil man entsprechend den anderen Fächern ihre Plätze „wegnimmt“. Keine wirklich erquickende Situation.
Ein anderes Problem, für das die Uni nur teilweise zuständig ist, ist die Organisation des Studiums. Die Inhalte bis zum Physikum sind natürlich vorgegeben, aber nicht die Aufteilung. Für manche Fächer steht einfach viel zu wenig Zeit zur Verfügung. Die ganze Chemie in einem Semester? Hart genug. Die ganze Biochemie in einem? Noch übler. Die ganze Physiologie in einem? Der absolute Oberhammer. Schaffbar ist alles, aber es ist manchmal mehr Quälerei als nötig.

Insgesamt bin ich mit meiner Studienwahl aber zufrieden, durch den Rest beißt man sich halt durch. Und wenn man mal ein Semester mehr braucht, auch kein Beinbruch.

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Änschie
Hermione
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Janine

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Semesterfazit

Das Semester ist im Prinzip rum. Was soll ich sagen: es war noch weitaus beschissener als von denen, die es schon hinter sich gebracht haben angekündigt wurde.

Meine Fresse, was für unfähige Arschlöcher sich in der Professorenriege befinden. Die Physiologen bekommen es nicht hin korrekte Klausuren zu erstellen, weswegen im Nachhinein Bewertungen geändert werden müssen, allerdings erst, nachdem mehrere Studenten dem zuständigen Professor über mehrere Fachbücher nachgewiesen haben, dass die Frage falsch gestellt war. Aber nicht nur das, nein, die Klausuren waren unglaublich hart gestellt und die Durchfallquoten entsprechend hoch. Was das soll weiß keiner.

Bei den Anatomen hab ich halt direkt die Arschkarte gezogen und den blödesten Prof aller Zeiten erwischt. Zum einen hat er selbst keine Ahnung – vertritt diese Ahnungslosigkeit aber mit Vehemenz – zum Anderen hat er keinen Bock auf Lehre, er will lieber forschen, und das merkt man auch. Sein Prüfungsstil ist, sagen wir, unkonventionell und selbst viel zu wissen schützt nicht vor Nichtbestehen. Er geht nicht nach der Quote der richtigen Antworten, sondern nach seinem persönlichen Eindruck des Prüflings. Das lässt natürlich viel Spielraum.

Endergebnis: Physio hab ich – glücklicherweise – komplett bestanden. Anatomie fast komplett nicht. Es nervt.