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Hausmedikation und OP – Absetzen?

Immer wieder landen Besucher auf dieser Seite mit Suchbegriffen zum Thema „Soll ich Medikament XY vor OP absetzen?“

Die Frage ist wichtig und berechtigt, weswegen jeder Anästhesist im Vorgespräch die aktuelle Medikation abfragen und entsprechende Anordnungen treffen wird. Diesen ist unbedingt Folge zu leisten, andernfalls kann es zu teilweise schweren Zwischenfällen bis hin zum Tode des Patienten führen.

Ich bin (noch) kein Arzt und Absolutaussagen kann und will ich nicht treffen, zumal viele Dinge individuell entschieden werden.
In der Regel gilt:

Weitergegeben – also am Morgen vor der OP noch eingenommen werden:

  • (ACE Hemmer) patientenabhängig
  • Alpha-2-Agonisten
  • Antikonvulsiva, sonst erhöhte Krampfneigung
  • Antiarrythmika
  • Betablocker, sonst Gefahr von Rhythmusstörungen, Tachykardien, Angina pectoris
  • Calciumantagonisten
  • Nitrate
  • Parkinsonmittel

 

Ab- bzw. Umgesetzt werden:

  • Orale Antidiabetika/Langzeitinsuline, sonst Gefahr von Laktatazidose, Hypoglykämien
  • Digitalis
  • Theophyllin
  • Schilddrüsenmedikamente aller Art
  • Diuretika
  • Gerinnungshemmer aller Art, das heißt auch ASS, NSARs
  • Psychopharmaka aller Art, hier ist allerdings Risiko und Nutzen abzuwägen

 

Diese Liste ist keineswegs vollständig, deckt aber denke ich die üblichen Medikamente ab, die gegeben werden bzw. Probleme machen könnten.

Ich erhebe weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Vollständigkeit, sollte jemand einen Fehler entdecken bitte ich um entsprechende Meldung, ebenso, falls ein Medikament in der Liste fehlt, das aufgenommen werden sollte.

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