Auszeit

Ich war länger nicht wirklich aktiv, ich bitte das zu verzeihen. Zum Einen lag das an den Semesterferien und der damit verbundenen Entspannungszeit, in der ich auch einigermaßen versucht habe zu entspannen, zum Anderen aber an den tausend Dingen, die erledigt werden mussten.

Da wäre als erstes mal das BAföG Amt, mit dem ich gerade darüber streite ob mein Auto nun notwendig ist oder überflüssiger Luxus.
Dann die Bundeswehr, die es nicht auf die Kette bekommt Informationen weiterzugeben.
Als drittes die Rettungsdienstfortbildung, die im Prinzip das einzig erfreuliche in den Wochen war.

Zuletzt bleibt noch meine Katze zu erwähnen, die in diesen Tagen wohl ihre letzten Tage verlebt. Letzte Woche hat sie das Fressen eingestellt, heute dann auch das Trinken. Sie ist alt und krank, das macht es für mich zwar etwas leichter, aber nicht wirklich. Der kleine Fellball ist vor einem halben Jahr bei mir eingezogen, weil der Vorbesitzer sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Da war mir schon bewusst, das unsere gemeinsame Zeit begrenzt sein wird. Meine Tierärztin und ich sind uns einig, dass ein Schlussstrich rechtzeitig gezogen werden muss. Die letzten paar Tage habe ich sie noch per Hand ernährt, da hat sie aber wenigstens noch ihre Trinkmenge einigermaßen gehabt. Jetzt, wo sich auch das erledigt hat, werden wir morgen nochmal in der Praxis vorstellig, allerdings könnte es passieren, dass ich alleine nach Hause komme.

Fragenstöckchen

Hermione vom großartigen r3sq-Blog hat mich gebeten ihren Fragenkatalog zu beantworten. Da kann ich wohl schlecht nein sagen.

1. Warum bloggst du?
Angefangen hats eigentlich damit, dass mir langweilig war. Der Rest hat sich ergeben. Ursprünglich wollte ich einen Einblick in die unbekannte Welt der OP-Bereiche geben, durch den Studienbeginn hat sich das etwas verschoben, allerdings beantworte ich immer noch gerne Fragen die Auftauchen.

2. Hast du schon mal einen Artikel so richtig bereut?
Kurz: nein. Das liegt aber auch daran, dass ich mir vorher Gedanken darüber mache was ich posten kann und will. Dann schreib ich das noch drölf mal um bevor es online geht.

3. Welche Form nimmt dein Patronus an?
Jetzt musste ich erst mal googlen, was ein Patronus ist. Verzeih, Hermione, ich hab mich nie mit Potter beschäftigt. Dementsprechend bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie man zu einem Patronus kommt. Wählt der mich oder ich ihn?
Wenn ich das aussiche, dann wäre mein Patronus eine Katze. Zumindest fühle ich mich von diesen Tieren magisch angezogen und andersrum scheinen Katzen mich auch zu mögen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es eine Hauskatze oder eine größere wäre. Luchse sind schön, Ozelots auch. Leoparden sowieso.

4. Wo siehst du dich heute in einem Jahr?
Kurz vor dem Physikum, ziemlich gestresst vermutlich, auch wenn ich dann noch ein halbes Jahr vor mir hab.

5. …und in fünf Jahren?
Hoffentlich im PJ kurz vor dem Ende meines Studiums. Bin ich froh, wenn ich es da hin geschafft hab.

6. Wenn du nicht machen würdest, was du heute machst, in welche berufliche Richtung hätte es dich alternativ verschlagen?
Schwierige Frage. Für mich gab es nie eine andere Richtung. Wenn ich so drüber nachdenke, wäre ich vermutlich bei der Polizei/Kripo gelandet oder hätte eine Offizierslaufbahn verfolgt. Interessiert hätte mich Maschinenbau/Fahrzeugtechnik. Dafür bin ich aber in Physik und Mathe viel zu schlecht.

7. Was betrachtest du als deine bisher herausragendste Leistung?
Noch schwierigere Frage. Ich betrachte keine meiner Leistungen als wirklich herausragend. Am ehesten vielleicht noch der Durchhaltewille seit meiner Kindheit Arzt werden zu wollen und allen Widrigkeiten, wie ellenlangen Wartesemestern, zum Trotz in diesem Studium gelandet zu sein.

8. …und was wäre in deinen Augen das tollste, das du erreichen könntest?
Das kommt drauf an. Beruflich? Facharzt für Anästhesiologie, eine Oberarztstelle und die Möglichkeit auf einem RTH zu arbeiten. Privat: trotz des Jobs eine funktionierende Familie zu haben und mir das ein oder andere alte Auto kaufen zu können.

9. Fändest du Unsterblichkeit erstrebenswert? Begründe deine Entscheidung.
Es wäre sicher interessant die Entwicklung der Welt über die nächsten Jahrhunderte zu erleben und Wissen zu akkumulieren, aber wenn wir unsterblich wären, wie löst man dann das Platzproblem? Oder ist die Unsterblichkeit ein Feature, das man erhalten kann? Wer entscheidet dann, wer unsterblich werden darf und wer nicht?

10. Was nervt dich an deinen Kollegen oder Kommilitonen am meisten?
Kollegen: faule Leute, die es schaffen ihre Arbeit auf andere abzuwälzen und den Tag hauptsächlich mit quatschen, Kaffee und Kippe rum zu bekommen
Kommilitonen: Leute, die offensichtlich nicht zuhören und drei Sekunden nachdem der Dozent was gesagt hat exakt das Gleiche fragen.
In beiden Gruppen: unzuverlässige Menschen.

11. Wenn du einen Unsichtbarkeitsumhang oder die Karte des Rumtreibers hättest, was würdest du damit anstellen?
Wieder musste ich googlen, allerdings weiß ich nicht, was ich damit sollte. Lieber die Karte, dann würde ich mich nie verlaufen, jeden finden, den ich suche etc. Für Unsichtbarkeit habe ich keine Anwendung.

 

Ach ja: ich weiß, dass man üblicherweise das Teil weiter wirft, allerdings bin ich mit keinem Blogger so „dicke“, dass ich wüsste, an wen ich das schicken sollte. Wer möchte, darf gerne auch Hermiones Fragen beantworten.

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Fazit

Dieses Semester ist fertig. Also eigentlich nicht, es ist schließlich nur vorlesungsfreie Zeit bis Ende September, dann geht das Wintersemester los, aber für mich sind ja quasi jetzt Ferien.
Oder was man so Ferien nennt. Von den zehn zu erbringenden Prüfungsleistungen in diesem Semester habe ich zwei nicht bestanden. Nun könnte man sagen, dass 80% immer noch eine gute Quote ist. Ist es auch, aber die Studienordnung sieht vor, dass nur bei 100% der Schein für das jeweilige Fach erteilt wird. Das heißt für mich: nächstes Semester in die Nachprüfung.
Ich hätte zwar auch jetzt schon in die Wiederholungsklausur gehen können, aber ich habe bezweifelt, dass ich in der kurzen Zeit zwischen Hauptklausur, Ergebnisbekanntgabe und Wiederholungsklausur ausreichend fit werde um auf jeden Fall zu bestehen. Besteht man nämlich nicht, heißt das: Drittversuch. Und das will keiner. Der Druck zu bestehen ist dann unermesslich, weil nicht bestandene Drittprüfungen automatisch zur Zwangsexmatrikulation und Sperrung für den Studiengang führen. Also heißt das für mich in der vorlesungsfreien Zeit Nacharbeiten um möglichst viel Stoff drauf zu bekommen und nächstes Semester in die Klausuren starten.
Das heißt allerdings auch: nächstes Semester statt Anatomie und Physiologie zu belegen, wie es der Rahmenplan vorsieht, nur Anatomie um ausreichend Zeit zu haben bis zum Semesterende alles zu können, was ich können muss. Mit den beiden Klopperfächern ist das nicht drin. Führt dann aber automatisch zu einer Verlägerung des Studiums. Ein fünftes Semester in der Vorklinik ist damit unumgänglich, da ich weder zeitlich noch technisch alles im vierten Semester belegen kann.
Aber was solls? Lieber ein Semester verlängern als irgendwo hängen bleiben und rausfliegen. Der Weg bis hier her war zu lang um es nicht durchzuziehen.

Der ganze Lernkram will aber noch koordiniert sein mit ein paar Schichten in der Klinik (irgendwie muss man ja Geld verdienen) und der Pflichtfortbildung Rettungsdienst sowie den Reservistenlehrgängen, die ich besuchen muss.

Volles Programm, keine Ferien. Aber wieso sollte es mir auch besser gehen als anderen?

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BAföG Antrag

Irgendwie muss man sich finanzieren und mit den üblichen studentischen 400€ Jobs kommt man definitiv nicht hin. Die gehen ja schon für Miete und Krankenversicherung drauf, wenn man nicht mehr daheim wohnt und sich selbst versichern muss, weil zu alt.

Also fragt man entweder Mama, Oma oder sonst wen in der Verwandschaft, nimmt einen Kredit auf oder, ganz klassisch, beantragt BAföG.
In meinem Fall: elternunabhängiges, da ich schon eine Ausbildung gemacht und mehrere Jahre gearbeitet habe, sind meine Eltern aus der Kiste völlig raus. Das macht es etwas einfacher, weil man sich die Einkommensnachweise und sonstigen Papierkram, der die Bonität der Eltern nachweist (oder eben nicht), sparen kann.

Was muss man also einreichen?

  • Den Antrag auf Ausbildungsförderung (Formblatt 1)
  • Schulischer/beruflicher Werdegang (beim Erstantrag bzw. nach Unterbrechungen) (Anlage 1 zu Formblatt 1)
  • Bescheinigung nach §9 BAföG (oder äquivalenter Nachweis der Uni) (Formblatt 2)
  • Kopie Mietvertrag
  • Nachweis über die Krankenversicherung nach §5 SGB V
  • Gehaltsabrechnung des letzten Monats, plus 12-Monats-Nachweis am Ende des Bewilligungszeitraums
  • Kontoauszug aller Konten, Sparbücher, etc
  • Kopien der Fahrzeugscheine alle im Besitz befindlicher Kraftfahrzeuge
  • Wertnachweis der Kraftfahrzeuge, z.B. in Form eines vergleichbaren Angebots im Internet

 

Allerdings ist die Art der Nachweise individuell verschieden, je nach persönlichen Umständen. Zum einen hilft einem der Antragsassistent auf der BAföG Homepage, zum anderen sind die Sachbearbeiter im jeweiligen BAföG Amt auch da um die offenen Fragen zu klären bzw. die Anträge zu prüfen und eventuell fehlenden Nachweise nachzufordern.

 

Ich bin mal gespannt wie lange die Bearbeitung dauert und ob da was positives rauskommt. Zumindest eine kleine Summe wäre schön, sodass ich Null auf Null rauskomme.

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Akutschmerzdienst

Der Akutschmerzdienst ist eine Einrichtung in Kliniken, die sich (hauptsächlich) um die Versorgung postoperativer Schmerzen kümmert. Oft visitiert der ASD auch nicht operierte Patienten, die einer umfangreicheren algesiologischen Betreuung bedürfen und betreut auch, wenn vorhanden, geburtshilfliche PDKs im Kreißsaal.

Oft ist an den ASD auch eine Schmerzambulanz angegliedert, die ambulante Schmerzpatienten betreut bzw. auch nach Entlassung noch für die adäquate Schmerztherapie sorgen.

Im Alltag stehen in einem ASD mehrere speziell geschulte Pflegekräfte und Ärzte für die Patienten zur Verfügung. In der Regel handelt es sich um Anästhesiepflegekräfte mit der Weiterbildung zur Pain Nurse oder algesiologischen Fachassistenz. Auf ärztlicher Seite finden sich Anästhesisten, von denen mindestens einer in der Abteilung die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ vorweisen muss.
Die Pflegekräfte kümmern sich, in Absprache mit dem zuständigen Arzt, um die Visitierung der Patienten. Sie erfragen die Probleme, überprüfen die aktuelle Medikation und erarbeiten dann, zusammen mit Patient und Behandlungsteam, einen Vorschlag für die weitere Schmerztherapie. Dabei hat man ein breites Spektrum von einfachen, nichtmedikamentösen Maßnahmen wie Lagerung, Ablenkung, Aromatherapie oder ähnliches bis hin zu komplexen medikamentösen und geräteunterstützten Therapien.
Weiterhin verfolgt die „Schmerzschwester“ den Verlauf der Therapie und passt gegebenenfalls die Maßnahmen an.
Zum Ende des Klinikaufenthalts wird auch ein Konzept für die Zeit nach dem stationären Teil entwickelt, sodass der Patient nicht in ein Versorgungsloch fällt, wenn nicht mehr täglich die Pain Nurse vor dem Bett steht.
Die Ärzte im schmerztherapeutischen Team übernehmen neben der Verantwortung auch die obligat ärztlichen Maßnahmen, wie das Legen von Kathetern zur Therapie und kümmern sich um die Fälle, die von den Pain Nurses nicht beherrscht werden können bzw. fungieren als Rückspracheebene.

Wer sich pflegerisch für eine Weiterbildung in dem Bereich interessiert, dem seien die Kurse Pain Nurse bzw. Pain Nurse Plus am cekib in Nürnberg ans Herz gelegt. Die Einrichtung ist großartig. Sehr gute Unterrichtsmaterialien und Betreuung, super nette und kompetente Dozenten und der Preis stimmt(e) auch, zumindest damals, als ich die Kurse besucht habe.
Nach Abschluss des Kurses erhält man auch Zugang zum Pain Nurse Onlineforum um sich mit Kollegen austauschen zu können, Probleme zu besprechen oder Neuerungen auszutauschen.
Beide Kurse zusammen sind auch von der Deutschen Schmerzgesellschaft zertifiziert.

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Überarbeitet?

Woran merkt man, dass es irgendwie nicht mehr geht?

Man liest über mehrere Seiten „Rinderzellen“ und fragt sich wie zum Teufel die jetzt auf Rinder kommen. Bis man schließlich checkt, dass es um Rindenzellen geht…

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Histo Hardcore

Ich bin froh, wenn das Semester rum ist. Meine Motivation ist im Keller.

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Letzte Klausur des Semesters

Nächste Woche steht die letzte Klausur an: Histo 2. Dieses Semester ist im Großen und Ganzen ganz gut gelaufen. Das Ergebnis der Psych Klausur steht noch aus, da rechne ich aber mit keiner bösen Überraschung, lediglich die letzte Biochemieklausur hat mir die Stimmung arg verhagelt. Und nicht nur mir. Was ich so gehört habe ist die Durchfallquote relativ hoch, ich selbst bin auch nicht nur knapp, sondern deutlich am Ziel vorbeigeschossen. Die Klausur war dermaßen eklig und am Kursinhalt vorbei aufgebaut, dass es keinen Spaß gemacht hat. Was immer den Ersteller da geritten hat, es war Scheiße.

Gut ist, dass mich das keine Zeit kostet, weil nächstes Semester kein Kurs davon abhängt und ich bequem in der vorlesungsfreien Zeit zum Biochemie-Profi mutieren kann. Dann wird nächstes Semester nachgeschrieben und hoffentlich in Versuch Zwei bestanden.

 

Ärgerlich ist es trotzdem, vor allem, wenn man ordentlich gelernt hat, aber trotzdem nichts kann.

Klausurenphase 2/2

Das Semester nähert sich dem Ende, dementsprechend stehen die letzten Klausuren an. Morgen kommt Biochemie, nächste Woche Psychologie und übernächste Woche Histologie.

Ganz angenehm, dass die Klausuren diesmal etwas auseinander liegen, da kann man sich entspannter vorbereiten, als wenn alles in einer Woche läuft.

Ob die Vorbereitung gereicht hat kann ich mal wieder überhaupt nicht einschätzen. Ich hoffe, dass es dieses Mal genau so gut läuft, wie beim letzten Mal und ich mich wieder zu schlecht einschätze. Die Altklausuren liefen ganz passabel, aber das ist kein absoluter Maßstab.

ACAB- Der am häufigsten gesprühte türkische Vorname in der Graffitti Szene

Zwar nicht aktuell, aber ich musste ordentlich lachen. Eigentlich ist es ja traurig, dass so viele Journalisten sich nicht mal grundlegend informieren, bevor sie einen Artikel schreiben. Aber das kennt man ja schon von den Killerspieldiskussion der Jahre 2004 bis 2010, Artikeln über Rettungsdienst und Krankenhaus und vieles andere.

landplage.

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Sehr geil. Die Nürnberger Zeitung beweist absolute Szenekenntnis und erklärt ihren Lesern, dass häufig nur Namen gesprüht werden. Sehr häufig der türkische Vorname Acab. Manchmal auch mit Punkten in der Form A.C.A.B. Gut, dass das endlich mal einer aufklärt.

Via:  bildblog

Update: Im Bezug auf die guten Acabs, die Verbreitung dieses Artikels und die Ultra Szene geht´s hier weiter.

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