Archiv der Kategorie: Allgemein

Semesterfazit

Das Semester ist im Prinzip rum. Was soll ich sagen: es war noch weitaus beschissener als von denen, die es schon hinter sich gebracht haben angekündigt wurde.

Meine Fresse, was für unfähige Arschlöcher sich in der Professorenriege befinden. Die Physiologen bekommen es nicht hin korrekte Klausuren zu erstellen, weswegen im Nachhinein Bewertungen geändert werden müssen, allerdings erst, nachdem mehrere Studenten dem zuständigen Professor über mehrere Fachbücher nachgewiesen haben, dass die Frage falsch gestellt war. Aber nicht nur das, nein, die Klausuren waren unglaublich hart gestellt und die Durchfallquoten entsprechend hoch. Was das soll weiß keiner.

Bei den Anatomen hab ich halt direkt die Arschkarte gezogen und den blödesten Prof aller Zeiten erwischt. Zum einen hat er selbst keine Ahnung – vertritt diese Ahnungslosigkeit aber mit Vehemenz – zum Anderen hat er keinen Bock auf Lehre, er will lieber forschen, und das merkt man auch. Sein Prüfungsstil ist, sagen wir, unkonventionell und selbst viel zu wissen schützt nicht vor Nichtbestehen. Er geht nicht nach der Quote der richtigen Antworten, sondern nach seinem persönlichen Eindruck des Prüflings. Das lässt natürlich viel Spielraum.

Endergebnis: Physio hab ich – glücklicherweise – komplett bestanden. Anatomie fast komplett nicht. Es nervt.

Themenmonat Studium Teil 1

Änschie von Annes Praktisches Jahr hat zum Themenmonat Studium geladen. Diese Woche: Wie kam ich zum Studium und welche Vorstellung gabs dazu?

Medizin studieren wollte ich schon immer. Nachweislich wollte ich schon im Kindergarten Arzt werden, lediglich die Fachrichtung hat in der Zeit hin und her gewechselt. „Schuld“ ist mein damaliger Kinderarzt. Der war toll und ich wollte das machen, was er macht. Dementsprechend wollte ich zuerst Kinderarzt werden. Später dann Hausarzt, seit der Mittelstufe ist es stabil Anästhesie und Notfallmedizin, die mich begeistern. Mein Abi hat nicht für einen direkten Einstieg gereicht, deswegen gabs einen kleinen Umweg über den Rettungsdienst und die Krankenpflege und ein paar Dienstjahre in der Klinik, bevor ich 2015 endlich loslegen konnte.
Meine Vorstellung vom Studium war inhaltlich relativ konkret. Man beschäftigt sich ja zwangsweise mit dem präferierten Studium und bekommt es von den ärztlichen Kollegen in der Klinik ja auch mit, welche Fächer in der Uni gelehrt werden. Dass die Vorklinik hauptsächlich aus Naturwissenschaften besteht und relativ trocken-langweilig für mich wird, war mir klar. Wovon man sich aber keine Vorstellung macht ist der wahnsinnige Umfang mancher Fächer und die wenige Zeit. Der Druck ist enorm, der Stress nicht unerheblich. Das merke ich vor allem im aktuellen Semester, man sieht kein Ende, das demotiviert. Mein Problem ist stellenweise auch das Alter. Ich merke, dass es den jüngeren Kommilitonen wesentlich leichter fällt den Stoff zu bewältigen. Den anderen „alten“ gehts da ähnlich wie mir.
Klar, jeder „weiß“ das Medizin schwer und viel ist. Aber ich konnte es mir tatsächlich nicht vorstellen, dass es so extrem ist. Wenn ich mich bei meinen Kommilitonen umgucke, ist bei den meisten auch die Frohlichkeit der ersten Semester einer relativ deprimierten Haltung gewichen und einige laufen wie Zombies über die Flure.

Das soll jetzt keinen davon abhalten Medizin zu studieren, im Gegenteil. Es macht an sich durchaus Spaß, aber die Durststrecken sind enorm und die Profs nehmen keinerlei Rücksicht auf irgendwas oder irgendwem. Das muss einem bewusst sein.

 

Andere Ansichten zum Thema gibts hier:

Änschie
Hermione
Abgebrochener Bleistift
Schreibfischchen
LunaUmbra
Lächeln und Nicken
Janine

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Kampf dem Herztod

über Aufruf…Kampf dem Herztod | Alltagimrettungsdienst Blog

Die großen Rettungsdienstblogs veranstalten eine Herztod-Info-Aktion. Das möchte ich doch gerne unterstützen.

Frohes neues Jahr

wünsche ich. 

Schreckliches 2016

Alle Welt lamentiert über das böse Jahr 2016, in dem so viele Stars ihr Leben ließen. Aber ist dem wirklich so? Die (deutsche) Wikipedia listet im Nekrolog die im jeweiligen Monat gestorbenen, bekannten Menschen auf. Man hat hier also eine objektive Auflistung von Verstorbenen, die im allgemeinen als bekannt gelten und nicht nur die drei Superstars, die man halt so kennt.

Schaut man sich die Listen der letzten drei Jahre an, so stellt man fest, dass 2014 und 2015 plus/minus 5500 bekannte Menschen verstorben sind. Dieses Jahr waren es etwa 2000 weniger.

Kann man da wirklich von einem schrecklichen Sterbejahr sprechen? Vielleicht sollten manche mal ihren Horizont neu ausrichten. Vor allem, weil das meist die gleichen Personen sind, die sind null dafür interessieren, wie es der alten Nachbarin geht oder überhaupt mitbekommen, wenn jemand in der Nachbarschaft stirbt.

Scienceblogs hat einen ähnlichen Ansatz gewählt, allerdings nicht mit allgemeinen Sterbelisten aus Wikipedia sonden mit denen aus TV Guide, in denen spezifisch Schauspieler gelistet werden – also Leute, die man auch kennt, im Gegensatz zu meiner objektiven Übersicht, die auch der Allgemeinheit unbekannte, aber relevante Personen enthält. Aber auch Scienceblogs kommt zu dem Fazit: 2016 ist gar nicht so schlimm

http://scienceblogs.com/gregladen/2016/12/27/is-2016-really-killing-more-celebrities-than-other-years-did/

 

 

Also worüber regen sich eigentlich alle auf?

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Frohe Weihnachten

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und ruhige Tage zwischen den Jahren.

Für mich werden die unifreien Tage Lernzeit sein, die nächsten Prüfungen stehen an.

Kann nur besser werden

Der Start ins neue Semester war eher mies und anstrengend. Da wir ja keine Fächer splitten, sondern alles in ein Semester packen ist der Stoff entsprechend viel. Die erste Runde Testate sind auch durch, die Durchfallquote ist eher ernüchternd. 50% habens nicht geschafft in Anatomie, ich bin natürlich einer davon. Nachprüfung Ahoi.

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Semesterbeginn

Bei Hermione vom Rescue Blog ist es ja schon losgegangen, für mich geht es jetzt auch ins zweie Jahr. Damit startet das wohl spannendste Semester der Vorklinik, immerhin wird dieser Jahr der Präparierkurs, auch bekannt als (Makro-)Anatomie, gehalten. Ich bin schon sehr gespannt drauf, wie das wird.
Berufsbedingt weiß ich ja, dass ich kein Problem damit haben werde, aber es soll ja immer mal wieder vorkommen, dass Studenten mit dem Schneiden in Leichen nicht zurecht kommen.

Dann ist ja auch noch ein bisschen was aus dem Auszeit Post offen, was den ein oder anderen Leser interessiert hatte.

Das BAföG Amt bleibt weiterhin blöd. Den Widerspruch, den ich gegen die Ablehnung eingereicht habe, hat man verbummelt, glücklicherweise habe ich aber die Möglichkeit eingeräumt bekommen trotz abgelaufener Widerspruchsfrist nochmal widersprechen zu dürfen. Bleibt abzuwarten, was sie dann sagen.

Die Bundeswehr ist nur marginal besser, aber immerhin hat sich da ein bisschen was bewegt. Allerdings warte ich nach wie vor auf eine Reisekostenerstattung für eine Dienstreise vor mehr als zwei Monaten.

Meine Katze hat nach dem Post nur noch zwei Tage bei mir verbracht. Es ging ihr zunehmend schlechter, sodass ich um ein Einschläfern nicht mehr rum gekommen bin.
Inzwischen wohnt ein bildhübscher Kater bei mir, der mich ordentlich auf Trab hält. Er ist deutlich jünger als die Katze davor und dementsprechend aktiv. Aber es macht Spaß.

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Trottel bei der BILD

Heute Mittag bin ich am Zeitungsstand vorbei gelaufen und dabei die Titelseite der BILD gelesen. Natürlich war der Brand im Bergmannsheil Thema. Und die BILD hat direkt den Aufreger schlechthin gefunden: KEINE SPRINKLERANLAGE! 

Falls es euch lobotomierten BILD Futzis noch nicht aufgefallen sein sollte: auf Bettenstationen gibt es nie Sprinkler. Wir wollen die Leute im Bett nicht ertränken. 

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Feuer im Bergmannsheil

über Bochum – Uniklinik Bergmannsheil: Das Feuer wütete acht Stunden – SPIEGEL ONLINE

In Bochum hat letzte Nacht der Bettenturm des Bergmannsheil gebrannt. Feuer im Krankenhaus ist so ziemlich das Schlimmste, was einem als Mitarbeiter oder Rettungskraft passieren kann. Große Gebäude voll mit Menschen, die sich in vielen Fällen nicht selbst aus dem Gefahrenbereich begeben können. Nach aktuellem Stand sind glücklicherweise nur zwei Menschen im Feuer ums Leben gekommen, alle anderen konnten, mit mehr oder weniger großen Verletzungen, gerettet werden.

Hut ab vor der Leistung aller beteiligten Kollegen.

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